„Wichtigstes Spiel der Saison“ oder auch „Do or die“, so wurde die Begegnung gegen die Norderstedt Junior Wolves im Vorfeld betitelt, waren die Wolves doch das einzige Team, gegen das sich die PioYouth in der Hinrunde geschlagen geben musste. Im ersten Saisonspiel gab es im Norderstedter Waldstadion eine 28:19 Niederlage, sodass es für die A-Jugend der Pioneers nicht nur darauf ankam zu gewinnen, sondern möglichst mit einem Abstand von mindestens 10 Punkten auch den direkten Vergleich für sich zu entscheiden.

Alles war angerichtet: Der Grill wurde angeschmissen, die Musik lief, die Teams wärmten sich auf, es war weder zu heiß noch zu kalt und auch die Regenwolken vom Vormittag hatten sich verzogen. Nachdem die Junior Wolves zunächst mit ihrer Offense auf das Feld kamen, den Ball aber schließlich tief aus ihrer eigenen Hälfte per Punt wieder abgeben mussten, kam die Youth Offense an der gegnerischen 40-Yard-Line in Ballbesitz. Nach einem 25-Yards-Pass von Quarterback Josh Johlke auf #11 Marcel Bödeker, den viele eigentlich schon in der Endzone gesehen hatten, war es wieder einmal der Spielmacher der PioYouth selbst, der den Ball mit einem Quarterback Sneak die letzten Inches über die Goalline beförderte. Auch der anschließende Extrapunkt war gut, sodass die Gastgeber früh im Spiel mit 07:00 in Führung gingen. Und auch die Defense ließ sich nicht lumpen, nach ihrem überzeugenden ersten Drive noch eine Schippe draufzulegen: Im ersten Offense-Play der Wolves nach dem Touchdown gelang es Defense Liner #44 Lenny Buchholz den gegnerischen Quarterback in seiner eigenen Endzone zu Fall zu bringen und somit nicht nur zwei weitere Punkte aufs Scoreboard zu bringen, sondern umgehend das Angriffsrecht zurückzugewinnen. Nach einem langen Return der #52 Michael Brock, begann der Drive der PioYouth erneut in der Hälfte der Wolves. Nach nur zwei Spielzügen konnte schon der nächste Touchdown gefeiert werden: Johlke fand dieses Mal Receiver #12 Joel Patzwald, der einen Pass über 30 Yards fangen und den Ball anschließend in die Endzone der Wölfe tragen konnte. Der Extrapunkt wurde zwar verschossen, doch der nötige Abstand von mindestens 10 Punkten war zunächst einmal hergestellt.
Noch vor der Halbzeit kann die PioYouth durch einen Touchdown-Run von Josh Johlke sowie ein Field Goald durch Kicker Sebastian Engel auf 25:00 erhöhen. Mitverantwortlich ist hierfür vor allem die Defense, die die Youth Offense durch Turnovers immer wieder in aussichtsreiche Feldposition bringt. Hervortun können sich hierbei besonders Linebacker und Defense Captain Justin Hellwig mit einer Interception sowie einem Fumble Recovery und Safety Tim Zoega, der gleich zwei Bälle des Norderstedter Quarterbacks abfangen kann.
In der zweiten Hälfte setzte die PioYouth in der Offense vermehrt auf das Laufspiel um bei der doch inzwischen recht komfortablen Führung die Uhr laufen zu lassen. Und obwohl die Defense dort weitermachte, wo sie in der ersten Halbzeit aufgehört hatte und der Wolves Offense nicht nur kaum Raumgewinn erlaubte, sondern durch einen Forced Fumble der #89 „Pain“ Schnoor, welcher durch #69 Dane Dahlem recovert werden konnte, erneut den Ball zurückholte, konnte diese keine weiteren Punkte aufs Scoreboard bringen.
Im vierten Quarter griffen die Wolves nochmal in die Trickkiste und versuchten doch noch den Anschluss-Touchdown zu erzielen. Doch Cornerback #9 Phillip Fritz war zur Stelle und konnte den Ball abfangen. Beim anschließenden Tackle verletzte sich ein Norderstedter Spieler so schwer, dass er eine lange Zeit auf dem Feld behandelt werden musste und schließlich mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht wurde. Auf Grund dieses Vorfalls und der nur noch wenigen verbliebenden Restspielzeit entschieden sich beide Teams die Uhr auslaufen zu lassen und das Spiel zu beenden. Richtige Freude über den Sieg und den damit verbundenen großen Schritt zur Meisterschaft der Jugendoberliga Hamburg/Schleswig-Holstein wollte bei den Spielern allerdings nicht aufkommen. Zu ungewiss war zu diesem Zeitpunkt der Zustand es verletzten Norderstedters. Bereits am Abend kam dann aber die Entwarnung: Der betroffene Spieler wurde bereits wieder aus dem Krankenhaus entlassen und ist wohlauf.

Nach dieser positiven Nachricht freuen sich Team und Coaches umso mehr auf den kommenden Sonntag, an dem mit einem Sieg gegen die Buxtehude Junior Dragons und einer gleichzeitigen Niederlage oder einem Unentschieden der Iron Swans bei den Junior Wolves der erste Tabellenplatz bereits einen Spieltag vor Ende der Saison perfekt gemacht werden könnte. Kickoff ist um 15 Uhr auf dem Pioneers Homefield. Dann hoffentlich mit weniger Verletzungen und ausgiebigem Jubel nach dem Spiel.

We are ONE and we won’t tire!

Text: Dave Duddeck / Foto: Bernhard Bruhn

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