Hamburg Pioneers unterliegen den Krefeld Ravens mit 16:67

Die Hamburg Pioneers mussten sich am Wochenende in der GFL 2 den Krefeld Ravens mit 16:67 geschlagen geben. Gegen einen offensivstarken Tabellenersten hielten die Pioneers phasenweise gut mit, konnten ihre Chancen jedoch nicht konsequent nutzen und mussten sich letztlich einer effizienten Ravens-Offense geschlagen geben.

Die Gäste aus Krefeld gewannen den Coin Toss und entschieden sich für die Second-Half-Option, wodurch die Pioneers mit dem Ballbesitz in die Partie starteten. Nach einem soliden Kickoff-Return von Michael Webb bis an die eigene 27-Yard-Linie konnte die Hamburger Offense zunächst jedoch keinen Rhythmus finden und musste sich nach drei Spielzügen per Punt wieder vom Ball trennen.

Krefeld nutzte die gute Feldposition eiskalt aus. Mit einer ausgewogenen Mischung aus Lauf- und Passspiel arbeiteten sich die Ravens über das Feld, ehe Quarterback Christian Arrambide und Runningback Akiva Wedge den ersten Touchdown des Tages zum 0:7 erzielten.

Die Antwort der Pioneers ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Erneut sorgte Michael Webb mit einem starken Return für eine gute Ausgangslage. Quarterback Taylor Eggers fand anschließend Anton Prister mit einem tiefen Pass bis an die 28-Yard-Linie der Ravens. Zwar stockte der Drive kurz vor der Endzone, doch Kicker Cobian AdjeiFreeman verwandelte den anschließenden Field-Goal-Versuch sicher zum 3:7.

Im weiteren Verlauf des ersten Viertels setzte Krefeld seine Offense immer wieder erfolgreich in Szene. Besonders das Laufspiel über Running Back Akiva Wedge stellte die Hamburger Defense vor große Herausforderungen. Zwei weitere Touchdowns sorgten für eine 21:3-Führung der Ravens.

Die Pioneers kämpften sich dennoch immer wieder zurück ins Spiel. Michael Webb glänzte erneut im Kickoff-Return und brachte Hamburg tief in die gegnerische Hälfte. Nach einer Pass Interference gegen die Ravens stand die Offense kurz vor der Endzone. Taylor Eggers übernahm schließlich selbst Verantwortung und brachte den Ball per Quarterback-Sneak zum Touchdown in die Endzone. Der Extrapunkt war gut und verkürzte den Spielstand auf 10:21.

Direkt im Gegenzug schlug Krefeld jedoch mit einem Kickoff-Return-Touchdown zurück und stellte den alten Abstand wieder her. Bis zur Halbzeit erhöhten die Ravens ihre Führung weiter auf 34:10.

Nach der Pause zeigte die Hamburger Defense zunächst eine starke Reaktion. Michael Webb fing einen tiefen Pass der Ravens ab und brachte den Ball zurück in die Hände der Pioneers. Zwar verlor Hamburg den Ball nach einem Fumble zunächst wieder, doch Laszlo Beyersdorf reagierte blitzschnell und sicherte den freien Ball für die Pioneers.

Die Offense nutzte die Gelegenheit. Taylor Eggers führte einen langen Drive an, bei dem er sowohl mit eigenen Läufen als auch durch Pässe immer wieder wichtige First Downs erzielte. Schließlich fand er Receiver Lion Mohnssen in der Endzone zum zweiten Touchdown der Hamburger. Der Extrapunkt wurde allerdings geblockt, sodass es beim 16:34 blieb.

Im weiteren Spielverlauf machte sich die Qualität der Ravens-Offense immer deutlicher bemerkbar. Zwar sorgte die Hamburger Defense mit einem Quarterback-Sack durch Fadhl Amadou und mehreren Tackles for Loss immer wieder für positive Aktionen, doch Krefeld fand regelmäßig Antworten. Mehrere lange Touchdown-Pässe sowie das dominante Laufspiel bauten den Vorsprung kontinuierlich aus.

Auf Seiten der Pioneers setzte Michael Webb weiterhin die auffälligsten Akzente. Neben mehreren starken Kickoff-Returns zeigte er auch die Interception im dritten Viertel und war sowohl in den Special Teams als auch defensiv ein wichtiger Faktor. Taylor Eggers kämpfte bis in die Schlussphase, musste jedoch immer wieder unter starkem Druck agieren. Im letzten Viertel übernahm Arthur Lawrence auf der Quarterback-Position die letzten Angriffsserien.

Auch wenn das Endergebnis mit 16:67 deutlich ausfiel, zeigten die Hamburg Pioneers über weite Strecken Einsatzbereitschaft und Moral gegen den stärksten Gegner der Liga. Besonders die Special Teams mit Michael Webb sowie einzelne starke Offensiv- und Defensivaktionen lieferten positive Ansätze, auf denen das Team in den kommenden Wochen aufbauen kann.

Nun gilt es, die Fehler aufzuarbeiten und den Blick nach vorne zu richten. Bereits im nächsten Spiel bietet sich den Hamburg Pioneers die Gelegenheit, die gezeigten Ansätze in ein besseres Ergebnis umzuwandeln. In diesem Spiel geht es nach Rostock, wo es gegen den direkten Tabellennachbar um Platz 2 geht.

 

Foto:Jan Lehmann