Hamburg Pioneers unterliegen den Krefeld Ravens mit 28:63

In ihrem 5ten Spiel der Saison mussten die Hamburg Pioneers bei den Krefeld Ravens eine deutliche 28:63-Niederlage hinnehmen. Trotz eines gelungenen Starts und einiger spektakulärer Big Plays fanden die Gäste über weite Strecken kein Mittel gegen die offensivstarken Gastgeber, die insbesondere mit ihrem Laufspiel den Ton angaben
Dabei begann die Partie aus Hamburger Sicht vielversprechend. Quarterback Taylor Eggers kehrte nach seiner verletzungsbedingten Pause ins Team zurück und führte die Offense direkt im ersten Drive über das Feld. Nach einem kurzen Lauf eröffnete Running Back Malik Schachner mit einem langen Touchdown-Lauf die Partie. Der Extrapunkt saß und die Pioneers gingen früh mit 7:0 in Führung.
Krefeld antwortete jedoch umgehend. Vor allem das Laufspiel der Gastgeber stellte die Hamburger Defense vor große Herausforderungen. Die Ravens verkürzten zunächst auf 6:7, da der Extrapunkt von der Pioneers-Defense geblockt werden konnte.
In der Folge entwickelte sich ein abwechslungsreiches erstes Viertel. Die Hamburger Offense tat sich zunehmend schwer, während Krefeld immer wieder mit einer guten Mischung aus Lauf- und Passspiel Raumgewinn erzielte. Dennoch blieb Hamburg im Spiel. Nachdem die Ravens zwischenzeitlich mit 13:7 in Führung gegangen waren, sorgte Michael Webb mit einem spektakulären Kickoff-Return über das gesamte Feld für den erneuten Führungswechsel zum 14:13.
Nur wenig später setzte die Defense der Pioneers ein weiteres Ausrufezeichen. Nach einem erzwungenen Fumble reagierte erneut Michael Webb am schnellsten, sicherte den Ball und trug ihn direkt zum nächsten Touchdown in die Endzone. Mit dem erfolgreichen Extrapunkt führten die Pioneers plötzlich 21:13.
Doch Krefeld ließ sich davon nicht beeindrucken. Die Gastgeber kontrollierten weiterhin das Spielgeschehen über ihr effektives Laufspiel und insbesondere Running Back Akiva Wedge war von der Hamburger Defense nur schwer zu stoppen. Drei weitere Touchdowns der Ravens sorgten dafür, dass die Gastgeber das Spiel noch vor der Halbzeit drehten. Zwar konnte Michael Webb zwischenzeitlich mit einem langen Touchdown-Pass den Anschluss zum 28:35 herstellen, doch ein weiterer Kickoff-Return-Touchdown der Ravens sowie ein erzwungener Ballverlust der Pioneers führten zu einer 43:28-Halbzeitführung der Gastgeber.
Nach der Pause keimte kurz Hoffnung auf, als Lukas Benner einen tiefen Pass der Ravens an der eigenen Goalline abfangen konnte und seiner Defense damit einen wichtigen Ballgewinn bescherte. Die Hamburger Offense konnte daraus jedoch kein Kapital schlagen.
Stattdessen erhöhten die Ravens den Druck weiter. Zwei Interception-Returns und ihre weiterhin dominante Offense bauten den Vorsprung im dritten Viertel kontinuierlich aus. Bereits vor Beginn des Schlussabschnitts stand der Endstand von 63:28 fest.
Im letzten Viertel bestimmten auf beiden Seiten vor allem Laufspiel und Ballkontrolle das Geschehen. Bei sommerlichen Temperaturen und einer bereits über drei Stunden dauernden Partie ließen beide Mannschaften das Spiel kontrolliert auslaufen, sodass keine weiteren Punkte mehr erzielt wurden.
Für die Hamburg Pioneers gilt es nun, die positiven Ansätze mitzunehmen. Die Special Teams sorgten mit dem Kickoff-Return-Touchdown von Michael Webb für ein echtes Highlight, auch die Defense zeigte mit dem geblockten Extrapunkt, dem erzwungenen Fumble und der Interception von Lukas Benner immer wieder ihr Potenzial. Gegen offensivstarke Ravens reichten diese Big Plays jedoch nicht aus, um die konstante Durchschlagskraft der Gastgeber über vier Quarter zu kompensieren.
Foto: Lilly Biernat